Linsen-Dal Rezept: veganes Dal mit roten Linsen und Spinat
Das Wichtigste in Kürze
- Das vegane Dal aus 300 g roten Linsen, Tomaten, Kokosmilch und Spinat ergibt 4 Portionen mit je 438 kcal, 24 g Eiweiß, 44 g Kohlenhydraten und 11,5 g Ballaststoffen (berechnet mit dem Bundeslebensmittelschlüssel).
- Rote Linsen haben trocken 25,6 g Eiweiß pro 100 g, müssen nicht eingeweicht werden und zerfallen in etwa 15 Minuten zu einem cremigen Dal.
- Mit 200 g gebratenem Tofu steigt das Eiweiß auf rund 31 g pro Portion; mit halber Menge Kokosmilch sinkt die Portion um etwa 57 kcal.
- Gegartes Dal sollte laut BfR zügig unter 7 °C abgekühlt und innerhalb von 2 bis 3 Tagen gegessen oder eingefroren werden.
Linsen-Dal ist ein indischer Eintopf aus Hülsenfrüchten, hier aus roten Linsen, die beim Kochen zu einer cremigen, mit Kurkuma und Kreuzkümmel gewürzten Masse zerfallen. Unser veganes Rezept mit Tomaten, Kokosmilch und Spinat ergibt vier Portionen mit je 438 kcal, 24 g Eiweiß und 44 g Kohlenhydraten. Es ist in 35 Minuten fertig und braucht einen einzigen Topf.
Warum dieses Dal-Rezept satt macht
Rote Linsen gehören zu den eiweißreichsten Zutaten im Vorratsschrank: Trocken haben sie laut Bundeslebensmittelschlüssel 25,6 g Eiweiß pro 100 g. Für unser Dal rechnen wir 75 g trockene Linsen pro Portion, das sind allein gut 19 g Eiweiß. Gekocht ergibt das einen vollen Teller, der mit 11,5 g Ballaststoffen lange vorhält. Welche pflanzlichen Lebensmittel ähnlich viel liefern, steht in unserer Übersicht der besten veganen Proteinquellen.
Ehrlich gesagt ist Dal kein Low-Carb-Gericht. Die 44 g Kohlenhydrate stammen fast komplett aus den Linsen, kommen aber zusammen mit viel Eiweiß und Ballaststoffen. Wer mehr Eiweiß auf dem Teller will, findet unten eine Variante mit Tofu, die auf gut 31 g pro Portion kommt.

Rotes Linsen-Dal mit Spinat (vegan)
Zutaten
- 300 g rote Linsen trocken
- 1 EL Rapsöl ca. 10 g
- 1 Zwiebel ca. 100 g
- 3 Knoblauchzehen
- 20 g frischer Ingwer ca. 2 cm
- 1 TL Kurkuma gemahlen
- 2 TL Kreuzkümmel gemahlen
- 1/2 TL Chiliflocken nach Geschmack
- 400 g stückige Tomaten 1 Dose
- 700 ml Gemüsebrühe
- 200 ml Kokosmilch vollfett, gut geschüttelt
- 1 TL Garam Masala
- 150 g Babyspinat
- 1 EL Limettensaft ca. 1/2 Limette
- Salz
- frischer Koriander optional, zum Bestreuen
Anleitungen
- Linsen in einem Sieb unter kaltem Wasser abspülen, bis das Wasser nicht mehr ganz trüb ist. Zwiebel fein würfeln, Knoblauch und Ingwer schälen und fein reiben oder hacken.
- Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze erhitzen und die Zwiebel darin etwa 5 Minuten glasig dünsten.
- Knoblauch, Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Chiliflocken zugeben und 1 Minute unter Rühren anrösten, bis es duftet.
- Linsen, Tomaten und Brühe einrühren, aufkochen und halb zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen zerfallen. Alle 3 bis 4 Minuten vom Boden her umrühren.
- Kokosmilch und Garam Masala unterrühren, den Spinat portionsweise unterheben und 2 Minuten zusammenfallen lassen.
- Mit Salz und Limettensaft abschmecken. Ist das Dal zu dick, mit etwas heißem Wasser verdünnen. Nach Wunsch mit Koriander bestreuen.
Notizen
So gelingt Linsen-Dal
Spül die Linsen ab, bevor sie in den Topf kommen. Rote Linsen sind geschält und bringen viel Stärkestaub mit, der sonst schäumt und am Topfboden ansetzt. Zwei, drei Durchgänge mit kaltem Wasser im Sieb reichen, bis das Wasser nicht mehr ganz trüb ist. Einweichen musst du rote Linsen nicht.
Der Geschmack entsteht am Anfang. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer brauchen ein paar Minuten im Öl, die Gewürze danach eine Minute, bis sie duften. Garam Masala dagegen kommt erst am Ende dazu, weil die feinen Aromen dieser Mischung beim langen Köcheln verfliegen.
Tipp: Rühr das Dal während der 15 Minuten Kochzeit alle drei, vier Minuten einmal vom Boden her um. Zerfallende Linsen setzen schnell an, und angebranntes Dal schmeckt man durch den ganzen Topf.
Die Konsistenz bestimmst du selbst. Indisches Dal ist oft eher suppig, zu Reis isst man es gern dicker. Das Dal dickt nach, sobald es vom Herd kommt, und im Kühlschrank wird es fast fest. Ein Schuss heißes Wasser bringt es jederzeit zurück. Säure gehört unbedingt dazu: Der Limettensaft am Schluss macht aus einem flachen Linsenbrei ein Gericht mit Spannung.
Varianten
Mit Tofu: 200 g Naturtofu würfeln, in einer Pfanne mit wenig Öl rundum knusprig braten und auf das fertige Dal geben. Pro Portion kommen laut BLS knapp 60 kcal (ohne Bratöl) und 8 g Eiweiß dazu, insgesamt also rund 31 g.
Leichter: Nur 100 ml Kokosmilch und 100 ml mehr Brühe nehmen. Das spart pro Portion etwa 57 kcal und 5,5 g Fett. Das Dal wird weniger cremig, schmeckt aber immer noch rund.
Mit Kürbis: Jetzt im Herbst passen 300 g gewürfelter Hokkaido gut dazu. Er kommt mit den Linsen in den Topf und gart in derselben Zeit. Die Schale kannst du dranlassen. Das bringt pro Portion nur etwa 23 kcal und 4 g Kohlenhydrate dazu.
Mit Tadka: Für das typische Finish 1 EL Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, je einen halben Teelöffel ganze Kreuzkümmel- und Senfsaat hineingeben, bis sie springen, und das duftende Öl über das Dal gießen. Das sind etwa 22 kcal mehr pro Portion.
Aufbewahren und Meal Prep
Dal ist ein dankbares Meal-Prep-Gericht, weil es aufgewärmt eher besser schmeckt. Füll es nach dem Kochen in Boxen, lass es kurz ausdampfen und stell es zügig in den Kühlschrank. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, gegarte Gerichte innerhalb von zwei bis drei Tagen zu essen oder einzufrieren.
Wichtig: Ein großer Topf Dal kühlt nur langsam ab. Das BfR rät, gegarte Speisen schnell unter 7 °C zu bringen und größere Mengen dafür auf mehrere flache Gefäße zu verteilen. Vier Portionsboxen erledigen das von selbst.
Reis kochst du am besten frisch dazu. Bleibt welcher übrig, kommt er ebenfalls zügig in den Kühlschrank, weil Sporen von Bacillus cereus das Kochen überstehen und in lauwarmem Reis ein hitzestabiles Gift bilden können. Eingefroren hält Dal mehrere Monate. Den Spinat kannst du dann weglassen und beim Aufwärmen frisch unterheben, dann bleibt er grün. Beim Aufwärmen gibst du etwas Wasser dazu und erhitzt das Dal, bis es durchgehend sprudelnd heiß ist. Wie du Kochtage und Boxen für die Woche planst, erklären unsere sieben Regeln für erfolgreiches Meal Prep.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Dal und Curry?
Dal bezeichnet in Indien sowohl getrocknete, meist geschälte Hülsenfrüchte als auch das Gericht daraus. Curry ist ein Sammelbegriff für Gerichte mit gewürzter Sauce, in der Gemüse, Fleisch oder Fisch garen. Bei Dal sind die Linsen selbst die Sauce.
Wie viel Eiweiß hat Linsen-Dal?
Eine Portion unseres Rezepts hat knapp 24 g Eiweiß, davon gut 19 g aus den Linsen. Mit gebratenem Tofu sind es rund 31 g. Mehr Werte zum Vergleich findest du in unserer Tabelle mit eiweißreichen Lebensmitteln.
Kann ich statt roter Linsen andere Linsen nehmen?
Gelbe Linsen oder geschälte, halbierte Mungbohnen (Moong Dal aus dem Asialaden) funktionieren genauso. Braune oder Berglinsen behalten ihre Form, brauchen deutlich länger und ergeben eher einen Linseneintopf als ein cremiges Dal.
Was isst man zu Dal?
In Indien Reis oder Fladenbrot wie Chapati. 60 g Reis (roh gewogen) bringen laut BLS rund 200 kcal dazu. Wer es leichter mag, isst das Dal pur als Suppe mit einem Klecks Sojajoghurt.
Quellen
- Max Rubner-Institut (2025): Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) Version 4.0
- Bundesinstitut für Risikobewertung (2025): Vorkochen für mehrere Tage – was ist zu beachten? (FAQ)
- Bundesinstitut für Risikobewertung (2020): Verbrauchertipps: Schutz vor lebensmittelbedingten Erkrankungen durch bakterielle Toxine