Whoop: Mitgliedschaften, Kosten, Whoop 5.0 vs. MG und wie genau das Armband misst

Veröffentlicht am · 11 Min. Lesezeit

Titelbild: Whoop, Funktionen, Kosten und Mitgliedschaft

Das Wichtigste in Kürze

  • Whoop gibt es nur mit Mitgliedschaft: 199 € (One), 264 € (Peak) oder 399 € (Life) pro Jahr inklusive Gerät, Stand Oktober 2026.
  • Whoop 5.0 und Whoop MG halten laut Hersteller über 14 Tage; nur das MG (Life) hat ein FDA-zugelassenes EKG, das laut Whoop auch in Deutschland und Österreich freigeschaltet ist.
  • Die Blutdruck-Schätzung ist kein Medizinprodukt; die FDA mahnte Whoop dafür im Juli 2025 ab und schloss das Verfahren im Juni 2026 nach Änderungen.
  • In einer Studie mit 536 Nächten wich die nächtliche HRV des Whoop 4.0 im Mittel um 8,2 % vom EKG ab, beim Oura Ring 4 um 6,0 %.
  • Über drei Jahre kostet Whoop One 597 €, Whoop Life 1.197 €, das Hume Band 2.0 einmalig 229 €.

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Whoop ist ein Fitnessarmband ohne Display, das du nicht kaufst, sondern mit einer Mitgliedschaft bekommst. In Deutschland kostet die Jahresmitgliedschaft laut Whoop 199 € (One), 264 € (Peak) oder 399 € (Life), das Gerät ist jeweils enthalten (Stand Oktober 2026). Aktuell sind zwei Modelle im Programm: das Whoop 5.0 und das Whoop MG mit EKG. Bei nächtlichem Ruhepuls und HRV misst Whoop in Studien ordentlich, bei den Schlafphasen so mittelmäßig wie die Konkurrenz.

Unsere Kurzempfehlung: Für die meisten reicht Whoop One, denn Schlaf, Belastung und Erholung sind dort komplett drin. Peak lohnt sich nur, wenn dich die Langzeit-Auswertung „Healthspan“ wirklich interessiert. Life mit EKG ist die teuerste Art, an ein EKG am Handgelenk zu kommen; wer das vor allem will, fährt mit einer Apple Watch oft günstiger. Und wer gar kein Abo möchte, schaut sich das Hume Band an.

Wir haben Whoop nicht selbst getestet. Diese Kaufberatung stützt sich auf Herstellerangaben, veröffentlichte Tests und Studien zur Messgenauigkeit.

Whoop-Mitgliedschaften im Vergleich

MitgliedschaftFür wenAkkuWichtigste GesundheitsfunktionenPreisAbo
Whoop One (Whoop 5.0)Einsteiger, die Schlaf, Belastung und Erholung verstehen wollenüber 14 TageSchlaf, Strain, Recovery, HRV, VO2max-Schätzung, Herzfrequenzzonen, Zyklus-Insights199 € pro Jahr inkl. GerätPflicht, 12 Monate
Whoop Peak (Whoop 5.0)wer Langzeit-Trends und Stress im Blick haben willüber 14 Tagezusätzlich Healthspan mit Whoop Age und Pace of Aging, Health Monitor mit Warnhinweisen, Stress-Monitor264 € pro Jahr inkl. GerätPflicht, 12 Monate
Whoop Life (Whoop MG)wer ein EKG am Handgelenk möchteüber 14 Tagezusätzlich EKG mit Erkennung von Vorhofflimmern, Blutdruck-Schätzung als Wellness-Funktion399 € pro Jahr inkl. GerätPflicht, 12 Monate
Quelle: whoop.com (Mitgliedschaftsseiten DE und US), connect.de (14. Oktober 2026); UVP laut Hersteller, Stand Oktober 2026

One kommt mit einem Ladekabel, Peak und Life mit dem kabellosen PowerPack, das du zum Laden auf das Armband schiebst, ohne es abzunehmen. Wechseln kannst du jederzeit: Ein Upgrade zahlst du anteilig, ein Downgrade greift zum Ende der Laufzeit. Im Whoop-Shop gibt es einen kostenlosen Probemonat, danach läuft die Mitgliedschaft über 12 Monate.

Das Whoop 5.0 gibt es auch bei Amazon, meist als Paket mit zwölf Monaten Mitgliedschaft: Whoop 5.0 bei Amazon*, das Modell mit EKG findest du als Whoop MG bei Amazon*. Achte beim Kauf darauf, welche Stufe im Paket steckt. Direkt beim Hersteller bekommst du alle drei Stufen auf whoop.com.

Whoop 5.0 und Whoop MG: die Hardware

Whoop hat beide Modelle am 8. Mai 2025 vorgestellt. Laut Hersteller sind sie 7 % kleiner als das Whoop 4.0, die Sensoren messen 26-mal pro Sekunde, der Akku hält über 14 Tage. Im Test von connect.de waren es rund 15 Tage inklusive Training. Ein Display gibt es nicht, ein eigenes GPS auch nicht: Live-Werte und Laufstrecken zeichnet das Smartphone auf.

Der einzige Hardware-Unterschied: Das Whoop MG hat einen Verschluss, der als EKG-Elektrode dient. Du legst Daumen und Zeigefinger der anderen Hand darauf, nach wenigen Sekunden steht die Aufzeichnung. Wer „Whoop 5.0 vs. MG“ vergleicht, vergleicht also vor allem EKG und Blutdruck-Funktion, nicht Tragekomfort oder Akku.

Eine sechste Generation gibt es Stand Oktober 2026 nicht. 2026 kamen vor allem Software-Neuerungen: eine Strava-Anbindung in beide Richtungen, ein ausgebauter Krafttrainings-Modus mit Muskelbelastung pro Übung, ein KI-Coach mit „Gedächtnis“ für persönliche Angaben und Auswertungen, welche Gewohnheiten mit besserer Erholung zusammenhängen. Bluttests („Advanced Labs“) bietet Whoop nur in den USA an.

Ärger gab es beim Umstieg vom Whoop 4.0. Whoop hatte Bestandsmitgliedern zunächst kostenlose Upgrades in Aussicht gestellt, verlangte dann aber eine einmalige Gebühr von 59 € (One, Peak) beziehungsweise 89 € (Life) oder eine Verlängerung der Mitgliedschaft, wie nextpit dokumentiert hat.

Was Whoop misst: Strain, Recovery, Schlaf, HRV

Der Kern von Whoop sind drei Tageswerte. Strain beschreibt auf einer Skala von 0 bis 21, wie stark du Herz und Muskeln belastet hast, inzwischen auch beim Krafttraining über eine geschätzte Muskelbelastung. Recovery gibt in Prozent an, wie erholt du bist, vor allem berechnet aus nächtlicher HRV, Ruhepuls, Atemfrequenz und Schlaf. Der Schlaf-Score vergleicht deinen tatsächlichen Schlaf mit deinem errechneten Schlafbedarf und bewertet die Regelmäßigkeit.

Der Nutzen liegt weniger in der einzelnen Zahl als im Zusammenhang. Wer sieht, dass die Recovery nach zwei Gläsern Wein am Abend regelmäßig einbricht, braucht keine Studie mehr. Genau dafür ist das Journal gedacht, in dem du Gewohnheiten einträgst. Ab je fünf Einträgen mit „ja“ und „nein“ innerhalb von 90 Tagen zeigt Whoop, wie eine Gewohnheit mit deiner Erholung zusammenhängt.

Healthspan: Whoop Age und Pace of Aging

Healthspan gibt es ab der Peak-Mitgliedschaft. Whoop berechnet daraus zwei Werte: das Whoop Age, eine Schätzung deines „physiologischen Alters“ aus den letzten sechs Monaten, und die Pace of Aging auf einer Skala von −1x bis 3x. −1x ist der beste Wert; ab 1x steigt dein Whoop Age laut Whoop schneller, was auf gesundheitliche Risiken hindeuten soll. Beide Werte werden sonntags aktualisiert, freigeschaltet wird Healthspan erst nach 21 Erholungswerten in 31 Tagen. Entwickelt hat Whoop das System nach eigenen Angaben mit Eric Verdin vom Buck Institute for Research on Aging.

In die Berechnung gehen neun Werte ein: Schlafregelmäßigkeit, Schlafdauer, Schritte, Zeit in den Herzfrequenzzonen 1 bis 3, Zeit in den Zonen 4 und 5, Krafttrainingszeit, VO2max, Ruhepuls und fettfreie Körpermasse. Das sind alles gut untersuchte Faktoren für ein langes, gesundes Leben. Insofern ist Healthspan ein sinnvoller Gewohnheits-Score.

Ein Messwert für Alterung ist es nicht. Whoop hat nicht veröffentlicht, wie gut Whoop Age Krankheit oder Lebenserwartung vorhersagt, und stuft die Funktion selbst als Wellness-Angebot ein. Etablierte Alterungs-Tests wie DunedinPACE beruhen auf Blutproben und jahrzehntelangen Kohortendaten (Belsky et al., eLife 2022). Nimm Whoop Age als Motivation, nicht als Diagnose.

EKG, Vorhofflimmern, Blutdruck: was ist zugelassen?

Das EKG im Whoop MG ist von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassen und kann Anzeichen von Vorhofflimmern erkennen. Laut Whoops Übersicht zur Verfügbarkeit (Stand Juni 2026) sind EKG und Hinweise auf unregelmäßigen Herzrhythmus auch in Deutschland und Österreich freigeschaltet. Whoop nennt Einschränkungen: nicht für Menschen unter 22 Jahren, nicht bei Herzschrittmacher oder implantiertem Defibrillator und nicht bei bekannten Rhythmusstörungen außer Vorhofflimmern.

Die Blutdruck-Funktion („Blood Pressure Insights“) ist dagegen ausdrücklich kein Medizinprodukt. Sie schätzt täglich systolische und diastolische Werte aus den Daten im Schlaf und muss laut connect.de vorher mit einer normalen Manschette kalibriert werden. Für Schwangere und Menschen, die Blutdruckmedikamente nehmen, ist sie laut Whoop nicht gedacht.

Um genau diese Funktion gab es Streit. Am 14. Juli 2025 schickte die FDA Whoop einen Warnbrief: Blutdruckmessung sei untrennbar mit der Diagnose von Bluthochdruck verbunden, die Funktion daher ein nicht zugelassenes Medizinprodukt. Whoop widersprach öffentlich. Im Januar 2026 lockerte die FDA ihre Leitlinie für Wellness-Produkte, im Juni 2026 schloss sie das Verfahren, nachdem Whoop die Darstellung geändert hatte, damit Nutzer die Werte nicht als klinische Einstufung verstehen (Healthcare Dive, Juni 2026). Das ist eine regulatorische Entscheidung, kein Nachweis, dass die Werte stimmen.

Die European Society of Hypertension empfiehlt manschettenlose Geräte weiterhin nicht für Diagnose und Behandlung von Bluthochdruck (Stergiou et al., 2022). Kein Wearable ersetzt eine ärztliche Abklärung. Wenn du Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck hast oder Medikamente nimmst, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, bevor du dich auf Werte vom Handgelenk verlässt.

Wie genau misst Whoop? Was Studien zeigen

Whoop gehört zu den besser untersuchten Wearables, allerdings betreffen fast alle Studien die Vorgänger 3.0 und 4.0. Eine unabhängige Validierungsstudie speziell zum Whoop 5.0 oder MG haben wir auf PubMed nicht gefunden (Stand Oktober 2026).

StudieTeilnehmendeErgebnis WhoopZum Vergleich
Dial et al. 202513 Erwachsene, 536 Nächte, EKG als ReferenzWhoop 4.0: Ruhepuls im Mittel 3,0 % daneben, HRV 8,2 % („moderat“)Oura Ring Gen 4: 1,9 % und 6,0 %; Garmin Fenix 6 HRV: 10,5 %; Polar Grit X Pro HRV: 16,3 %
Miller et al. 202253 Erwachsene, eine Nacht im SchlaflaborWhoop 3.0: Schlaf/Wach 86 % richtig, Schlafphasen 60 %Oura Gen 2: 89 % und 61 %; Apple Watch S6: 88 % und 53 %
Schyvens et al. 202562 Erwachsene, SchlaflaborWhoop 4.0 unter sechs Geräten; Übereinstimmung aller Geräte „mäßig“ (Kappa 0,21 bis 0,53)Apple Watch Series 8 mit dem besten Kappa (0,53)
Moghaddam et al. 202628 Erwachsene, Ruhe bis Laufband, Brustgurt als ReferenzWhoop 4.0 am Oberarm genauer als am Handgelenk; bei Burpees alle Geräte ungenauPolar Verity Sense am Unterarm ähnlich gut wie Whoop am Oberarm
Quelle: Dial et al., Physiological Reports 2025; Miller et al., Sensors 2022; Schyvens et al., Sleep Advances 2025; Moghaddam et al., Sensors 2026 (alle PubMed)

Was heißt das praktisch? Für Ruhepuls und HRV in der Nacht, also die Basis der Recovery, liefert Whoop brauchbare Werte, Oura liegt in der direkten Gegenüberstellung vorn (Dial et al., 2025). Schlaf und Wachsein erkennen alle Geräte gut, die einzelnen Schlafphasen keines zuverlässig (Miller et al., 2022). Eine Meta-Analyse über 24 Studien kommt zum gleichen Schluss: Handgelenk-Tracker taugen für Schlafmuster, nicht als Ersatz fürs Schlaflabor (Lee et al., 2025). Fairerweise: Das Labor der Miller-Studie wird von Whoop unterstützt, Whoop war laut Autoren aber nicht an der Studie beteiligt.

Beim Training gilt die Physik aller optischen Sensoren: Je mehr das Handgelenk arbeitet, desto ungenauer. Für Krafttraining und HIIT lohnt es sich, Whoop am Oberarm zu tragen, wofür es eigene Bänder gibt. Und die Kalorienangabe nimmst du am besten als grobe Schätzung. In einer Stanford-Studie lag keines von sieben Handgelenk-Geräten beim Energieverbrauch unter 20 % Fehler (Shcherbina et al., 2017).

Whoop Kosten: was du über die Jahre zahlst

Weil das Gerät nur mit Mitgliedschaft funktioniert, rechnest du Whoop am besten über mehrere Jahre. Die Hardware gibt es nicht einzeln zu kaufen.

Option1 Jahr2 Jahre3 Jahre
Whoop One199 €398 €597 €
Whoop Peak264 €528 €792 €
Whoop Life399 €798 €1.197 €
Hume Band 2.0 (ohne Premium)229 €229 €229 €
Oura Ring 4 mit Mitgliedschaft (69,99 €/Jahr)448,99 €518,98 €588,97 €
Quelle: whoop.com, humehealth.de, ouraring.com/de; UVP laut Hersteller, Stand Oktober 2026, ohne Rabattaktionen

Dafür bekommst du laut Whoop eine lebenslange Gerätegarantie, solange die Mitgliedschaft läuft und du direkt bei Whoop gekauft hast, und regelmäßige Funktions-Updates. Rabattaktionen gibt es immer wieder, etwa rund um Prime Day und Black Friday. Sie gelten meist nur für das erste Jahr, die Verlängerung kann danach wieder den vollen Preis kosten.

Whoop Erfahrungen: was Tests kritisieren

Die unabhängigen Tests sind sich in der Grundaussage einig: gute Hardware, starke App, teures Modell. connect.de (Oktober 2026) hält Whoop für lohnend, wenn du deine Daten regelmäßig auswertest und daraus etwas machst. Kritik gibt es an den laufenden Kosten, am Sensorgehäuse (40 × 27 × 12 mm), das größer ist, als es aussieht, an den wenigen sportartspezifischen Werten und daran, dass Healthspan erst nach mehr als sechs Monaten Daten aussagekräftig wird.

road.cc gibt dem Whoop MG 7 von 10 Punkten. Beim Laufen und Radfahren lag die Herzfrequenz nah an einer Garmin-Uhr, beim Krafttraining zu niedrig, was den Strain drückte. Störend fand der Tester, dass sich fehlerhafte Daten nicht löschen lassen und dann die Recovery verzerren, und dass Life gemessen am Aufpreis wenig bietet. Sein Rat: eine günstigere Stufe wählen.

Unser Eindruck aus den Tests: Wer Whoop hat, nutzt es vor allem wegen Schlaf und Recovery. Genau die gibt es schon in der günstigsten Stufe.

Whoop vs. Hume Band (und Oura Ring)

Das Hume Band ist der direkteste Konkurrent: ebenfalls ein Armband ohne Display mit Erholungs-Score, biologischem Alter und Blutdruck-Trend, aber ohne Pflicht-Abo.

Whoop 5.0 / MGHume Band 2.0Oura Ring 4
BauformArmband ohne DisplayArmband ohne DisplayRing
Gerätepreis (UVP)nur mit Mitgliedschaft289 €, aktuell 229 €379 € (Ring 5 ab 429 €)
AboPflicht: 199, 264 oder 399 € pro Jahroptional, 8,99 €/Monat5,99 €/Monat oder 69,99 €/Jahr für alle Auswertungen
Kosten über 2 Jahre (Einstieg)398 €229 €519 €
Akku laut Herstellerüber 14 Tagebis 14 Tagebis 8 Tage
EKGnur Whoop MG (Life), in DE und AT freigeschaltetneinnein
BlutdruckSchätzung nur in Life, als Wellness-FunktionTrend-Schätzungnein
Alters-ScoreWhoop Age, Pace of Aging (ab Peak)biologisches Alter, Pace of Agingnein
Unabhängige Studienja (Whoop 3.0 und 4.0)keine gefundenja (Oura Gen 2 bis 4)
Quelle: whoop.com, humehealth.de, ouraring.com/de (UVP laut Hersteller, Stand Oktober 2026); Studien: Dial et al. 2025, Miller et al. 2022

Für Whoop spricht die geprüfte Messbasis, die ausgereiftere App und beim MG ein zugelassenes EKG. Für das Hume Band spricht der Preis: Nach zwei Jahren hast du gegenüber Whoop One mindestens 169 € gespart. Dafür gibt es zum Hume Band keine einzige unabhängige Studie, und die Werbung arbeitet mit Lebenszeit-Versprechen, die kein Armband einlösen kann. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Hume Band.

Whoop vs. Apple Watch und Whoop vs. Oura

Eine Apple Watch ist das Gegenteil von Whoop: Display, GPS, Benachrichtigungen, Apps, EKG ohne Aufpreis-Abo. Dafür hält der Akku je nach Modell nur ein bis wenige Tage, und viele legen die Uhr nachts ab, genau dann, wenn Whoop seine wichtigsten Daten sammelt. Wer ein iPhone hat und ein Gerät für alles will, ist mit der Uhr besser bedient; welches Modell, steht in unserem Apple-Watch-Ratgeber. Wer schon eine Apple Watch für den Tag hat und nachts etwas Leichtes sucht, kann beides kombinieren.

Der Oura Ring misst dieselben Nachtwerte und schnitt bei HRV und Ruhepuls im direkten Vergleich am besten ab. Im Bett ist er angenehm, beim Hanteltraining kann er am Finger stören. Über zwei Jahre kostet er mit Mitgliedschaft rund 519 €, also etwa so viel wie Whoop Peak.

Für Läuferinnen, Radfahrer und alle, die beim Sport auf das Handgelenk schauen wollen, ist keines der Bänder ideal. Dann lohnt ein Blick in unseren Fitness-Uhren-Vergleich.

Darauf solltest du vor dem Kauf achten

  • Rechne über drei Jahre. Whoop One kostet dann 597 €, Life fast 1.200 €. Das ist mehr als eine gute Sportuhr ohne Abo.
  • Entscheide nach Funktion, nicht nach Stufe. Schlaf, Strain und Recovery sind in One komplett enthalten.
  • Willst du ein EKG? Dann prüfe, ob eine Smartwatch ohne Abo für dich nicht die günstigere Lösung ist.
  • Nutze den Probemonat und kündige rechtzeitig, wenn dich die Daten nach drei, vier Wochen nicht mehr interessieren.
  • Blutdruck-Schätzung und Whoop Age sind Wellness-Funktionen. Für echte Blutdruckwerte brauchst du ein Oberarm-Messgerät.

Unsere Empfehlung

Whoop lohnt sich für Menschen, die gern mit ihren Daten arbeiten: Wer trainiert, schlecht schläft oder seinen Alltag umstellen will und sehen möchte, was Alkohol, spätes Essen oder harte Einheiten mit der Erholung machen, bekommt mit Whoop One ein ausgereiftes, gut geprüftes System. Peak lohnt den Aufpreis, wenn dich Langzeit-Trends motivieren. Life nur, wenn du das EKG wirklich nutzen wirst.

Ein Tracker zeigt dir allerdings nur, wie du schläfst. Was den Schlaf tatsächlich verbessert, steht in unseren 15 Tipps für besseren Schlaf. Und mit dem Schlafrechner findest du die passende Zubettgehzeit für deinen Wecker.

Häufige Fragen

Was kostet Whoop im Monat?

Whoop rechnet in Jahresmitgliedschaften ab. Umgerechnet kostet One etwa 16,60 € im Monat (199 € pro Jahr), Peak 22 € (264 €) und Life 33,25 € (399 €), jeweils inklusive Gerät (Stand Oktober 2026). Vor dem ersten Jahr gibt es bei Whoop direkt einen kostenlosen Probemonat.

Kann man Whoop ohne Abo nutzen?

Nein. Das Armband gibt es nur zusammen mit einer Mitgliedschaft, die Auswertungen laufen über die App. Wer ein Armband ohne Abo sucht, findet mit dem Hume Band eine Alternative, allerdings ohne unabhängige Studien zur Messgenauigkeit.

Whoop 5.0 oder Whoop MG: was ist der Unterschied?

Beide sind gleich groß und halten über 14 Tage. Das MG hat einen Verschluss mit EKG-Elektrode, erkennt Anzeichen von Vorhofflimmern und schätzt den Blutdruck. Es gibt das MG nur mit der Life-Mitgliedschaft für 399 € pro Jahr, das 5.0 mit One oder Peak.

Ist die Blutdruckmessung von Whoop zugelassen?

Nein. Blood Pressure Insights ist eine Wellness-Funktion und kein Medizinprodukt. Die FDA hatte Whoop deswegen im Juli 2025 abgemahnt und das Verfahren im Juni 2026 eingestellt, nachdem Whoop die Funktion geändert und die FDA ihre Wellness-Regeln gelockert hatte. Zugelassen ist dagegen das EKG im Whoop MG.

Whoop oder Oura: was ist genauer?

In einer Vergleichsstudie mit 536 Nächten lag Oura bei nächtlicher HRV und Ruhepuls vorn, Whoop zeigte eine „moderate“ Übereinstimmung mit dem EKG. Bei den Schlafphasen lagen beide in einer Schlaflabor-Studie gleichauf, mit rund 60 % Übereinstimmung (geprüft wurden ältere Modelle). Oura ist über zwei Jahre gerechnet etwas teurer als Whoop One.

Lohnt sich Whoop?

Für datenaffine Menschen, die Schlaf und Erholung über Monate verfolgen, ja, und dann meist in der Stufe One. Wer vor allem Sport mit GPS, ein Display oder ein EKG will, bekommt mit einer Sportuhr oder Smartwatch mehr fürs Geld.

Quellen

  1. WHOOP (2025): WHOOP unveils WHOOP 5.0 and WHOOP MG, Pressemitteilung
  2. WHOOP (2026): Feature Availability by Region
  3. Healthcare Dive (2026): FDA drops Whoop warning letter over blood pressure feature
  4. Dial MB et al. (2025): Validation of nocturnal resting heart rate and heart rate variability in consumer wearables. Physiol Rep
  5. Miller DJ et al. (2022): A Validation of Six Wearable Devices for Estimating Sleep, Heart Rate and HRV. Sensors
  6. Schyvens AM et al. (2025): A performance validation of six commercial wrist-worn wearable sleep-tracking devices. Sleep Adv
  7. Stergiou GS et al. (2022): Cuffless blood pressure measuring devices: review and statement by the ESH Working Group. J Hypertens
  8. connect.de (2026): Whoop 5.0 MG: Für wen sich das 400-Euro-Jahresabo lohnt

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